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21.12. - 23.12.2007 Nachstellung des Weihnachtsfrieden von 1914 an historischer St├Ątte

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Eingeladen von der Gemeinde Comines-Warneton machten wir uns wieder mal auf den Weg nach Belgisch-Flandern und nahmen an einer aussergew├Âhnlichen Veranstaltung teil. Hierbei stellten wir den Weihnachtsfrieden von 1914 nach. Weitere Gruppen vor Ort waren die SRD mit 8 englischen Soldaten, 2 deutschen Soldaten und 2 Frauen, der Veranstalter war mit 3 deutschen Soldaten vor Ort. Dazu gesellte sich noch Chris von den 10th Essex aus England. Unterbringung war auf einem Bauernhof, ca. 500 m vom Grabensystem entfernt. ┬áDort auf dem Heuboden ├╝ber dem Kuhstall auf Stroh. Die Deutschen wollte aber unbedingt im Unterstand im deutschen Graben schlafen, Chris aus England besetzte daraufhin den Unterstand im englischen Graben.
Das Grabensystem bestand aus einem deutschen Grabenst├╝ck im Zick-Zacksystem, der Unterstand war ca. 2 x 2 m gro├č und ca. 50 cm hoch. Am Freitagabend marschierten wir ca. 3km nach Ploegsteert und trafen uns dort mit weiteren Teilnehmern eines Erinnerungsmarsches (ca. 2 km) an deren Spitze wir uns in Richtung Ploegsteert-Wald bewegten. Die letzten 500 m des Weges war mit Kerzen auf beiden Seiten geschm├╝ckt. Die Zeremonie auf dem dortigen Soldatenfriedhof war unbeschreiblich r├╝hrend. Ein Chor sang Weihnachtslieder in Deutsch, Englisch und Franz├Âsisch. Danach wurde symbolisch dem Weihnachtsfrieden gedacht. ... und saukalt war es. http://www.notele.be/index.php?option=com_content&task=view&id=719&I temid=31
Danach richteten wir uns im Unterstand ein mit Strohunterlage und allen erforderlichen Ausr├╝stungsgegenst├Ąnden. ┬áAm n├Ąchsten Morgen gab es mit Hilfe des Feldkochers 1914 hei├čen Kaffee und Dank der in unseren Tornister enthaltenen "Eisernen Portionen" ein reichhaltiges Fr├╝hst├╝ck vor unserem Unterstand. Um 11.00 Uhr ├╝bergab der Feldwebel Weihnachtsgeschenke aus der Heimat. Nachmittags um 13.00 Uhr, nach einem kurzen Gepl├Ąnkel mit den englischen Truppen, begab sich Thomas, bewaffnet mit einem Weihnachtsbaum, zum englischen Graben. Danach fand ein reger Austausch von Geschenken und w├Ąrmenden Getr├Ąnke zwischen den Linien statt. Um 15.00 Uhr arrangierten wir mit den Tommies ein Fussballspiel, welches wir Deutsche mit 2:0 f├╝r uns (Torsch├╝tzen: 1:0 Thomas mit einem platzierten Schuss in die linke untere Torecke, 2:0 Mario mit einem satten Schu├č in den linken oberen Winkel, beide in der 1. Halbzeit) entscheiden konnten. http://www.notele.be/index.php?option=com_content&task=view&id=720&I temid=31
Die 2. Nacht im Unterstand war dann nicht mehr so frostig. Leider muss man sagen, sonst w├Ąren unsere Klamotten nun nicht so verdreckt und der Feldwebel h├Ątte nicht am Morgen den Befehl zur Uniform- und Ausr├╝stungspflege gegeben. ┬áDen Sonntag begannen wir zuerst allerdings wiederum mit einem reichhaltigen Fr├╝hst├╝ck, Danke an Thomas, auch f├╝r die authentische Verpackung. KLASSE. Kaffee lieferte diesmal der Veranstalter. Ein gemeinsames Gebet mit Priester und dem Dank an alle Beteiligten durch den B├╝rgermeister mit ├ťbergabe eines Erinnerungsgeschenkes beendete f├╝r uns diese sch├Âne Veranstaltung. Nachmittags verlie├čen wir mit den besten W├╝nschen die flandrische Erde gen Heimat. http://www.ploegsteert.info/ploegsteert/blog/index.php?entry=entry071222-090000

Bild 3: Am Morgen nach der im Unterstand verbrachten Nacht