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17.10. - 19.10.2008 Fort Seclin, "Journee du Poilu"

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Am Samstag den 18. Oktober waren wir auf Einladung der Familie Boniface wieder zu Gast im Fort Seclin. Diese Befestigungsanlage im S├╝dwesten von Lille ist wohl eine der wenigen in privatem Besitz. Da einige von uns schon am Freitagabend angereist waren begann der Samstag mit einem franz├Âsischen Fr├╝hst├╝ck. Danach folgte die Lagebesprechung f├╝r den Ablauf der Veranstaltung. Auf der Fl├Ąche vor dem Fort wurde dann die Artillerie aufgefahren, neben zwei franz├Âsischen Kanonen auch eine deutsche 10,5er Haubitze die der Chef erst am Vortage erworben hatte. In einem Graben wurde ein Sanit├Ątsunterstand eingerichtet und auf den Wiesenfl├Ąchen ein franz├Âsisches und ein britisches Biwak aufgestellt. Auch bei uns kam keine Langeweile auf, nachdem wir der Artillerie beim Abprotzen geholfen hatten richteten wir uns einen kleinen Lagerplatz her. Aus zwei Zeltbahnen wurde ein Zelt errichtet und ordentlich mit Stroh ausgelegt. Auf weiteren Zeltbahnen wurden Bekleidungs- und Ausr├╝stungsgegenst├Ąnde pr├Ąsentiert. Als gegen 14.00 Uhr das Publikum in die Festung kam galt es die deutschen Truppen noch einmal auf Vordermann zu bringen. Der Anzugskontrolle folgte ein kurzes "Griffekloppen" bevor es zu den Marsch├╝bungen in┬┤s Gel├Ąnde ging. Dort wurden alle in die Verteidigungsstellung eingewiesen die bei der abendlichen Vorf├╝hrung eingenommen werden sollte. Nach R├╝ckmarsch zum Lager eine kurze Pause, schon war es Zeit in Stellung zu gehen. Nach kurzem Artilleriefeuer r├╝ckten die franz├Âsischen und britischen Truppen mit aufgepflanztem Seitengewehr gegen unsere Stellung vor. Nach dem angedeuteten Einfallen in unsere hart verteidigte Stellung reichten uns die ÔÇ×Befreier der FestungÔÇť die Hand. Nach Einbruch der Dunkelheit formierten sich alle Truppen zum gemeinsamen Fackelzug in das Innere der Festung. Unter Dudelsackkl├Ąngen zogen wir ein und formierten uns im Hof zu einem kurzen Gedenken. Bei dem anschlie├čenden Abendessen im gro├čen Saal sa├čen Darsteller und geladene G├Ąste gemeinsam am Tisch. Nachdem der franz├Âsische Wein die Stimmung gelockert hatte wurden noch einige Lieder zum Vortrage gebracht. An Zahl und Stimmgewalt den Ententetruppen weit unterlegen mussten wir hier Zur├╝ckhaltung ├╝ben. In Feierlaune ging es in die unteren Kasemattenr├Ąume wo vor der Nachtruhe noch so manches Glas geleert wurde.
Am Morgen des Sonntags ging es nach dem Fr├╝hst├╝ck zur Parade in die Stadt. Auch ein pferdebespanntes Gesch├╝tz sollte teilnehmen, indes war die Aufregung f├╝r die vierbeinigen Kameraden wohl zuviel und es kam zu einer kleinen Verz├Âgerung. Der Marsch startete am Haus des B├╝rgermeisters und f├╝hrte uns zum Ehrenmal an die Kirche. Dort wurden im Rahmen der Gedenkfeier durch Kinder der beteiligten Nationen Kr├Ąnze niedergelegt. Nach R├╝ckmarsch zur B├╝rgermeisterei verlegten wir in die Festung. Noch w├Ąhrend des Mittagessens traf nach und nach Publikum ein so das wir auf gro├če Tafel verzichteten und mit Kartoffeln vom benachbarten Acker ein kr├Ąftiges S├╝ppchen kochten. Die Kartoffelsuppe mit Mettwurst ├╝bte eine gewisse Faszination auf eine Reihe von Zuschauern aus. Am sp├Ąten Nachmittag war der Publikumsandrang gewaltig, einige interessierte Besucher hatten sogar Fachliteratur mitgebracht und pr├╝ften wohlwollend unsere Ausr├╝stung. Beachtlich was die Familie Boniface allj├Ąhrlich auf die Beine stellt, ich denke die Veranstaltung hat allen gut gefallen.

http://asapassion.free.fr/seclin08/

Von Uwe Phillipps und Klaus-Martin Rautenberg