Aus der Orts- und Schulchronik von Biskirchen
03. November 1915

Robert Sturm erlitt am 3. November 1915 eine zweite Verwundung.

Die Preise der meisten Nahrungsmittel sind im Laufe des Jahres sehr gestiegen. Das Pfund Schweinefleisch kostet jetzt 1,60 M, das Pfd. Rindfleisch 1,10 M, und für 1 Pfd. Butter bezahlt man 1,80 M. Die Eier kosten 20 Pf das Stück und 1 4Pfd-Laib Brot 72 Pf. An Petroleum war während des ganzen Jahres großer Mangel, die meisten Leute brannten Karbid- und Spirituslampen.

Da es in den Bergwerken und Fabriken an Arbeitskräften mangelte, so waren auch aus unserem Dorfe während des Jahres viele Soldaten auf längere Zeit beurlaubt (reklamiert), um an der Herstellung von Munition mitzuhelfen.
Reklamiert waren:
Adolf Knapp, Karl Schäufler, Karl Zech, Heinrich Schäufler, Adolf Weber, Karl Knetsch, Adolf Keller, Heinrich Scharf, Karl Sturm, Karl Fischer, Bernhard Fischer, Jakob Bremond

Heinrich Daniel (Landwehr Inf. Regt. Nr. 116) erhielt am 27. November 1915 als besondere Auszeichnung das Militär-Sanitäts-Verdienstkreuz am Bande der Hessischen Tapferkeitsmedaille.

In den Monaten Oktober und November wurden weiter einberufen:

  • 1. Karl Schmidt
    am 11.10.15
  • 2. Ernst Stahl
    am 11.10.15
  • 3. Hermann Zutt II
    am 15.10.15
  • 4. Hermann Knetsch
    am 2.11.15
  • 5. Jakob Jacob
    am 3.11.15
  • 6. Wilhelm Lichert
    am 3.11.15
  • 7. Heinrich Knapp
    am 3.11.15

Friedrich Bremond (Kais. Deutsche Südarmee, Inf.Regt.224), Sohn von Jakob Bremond wurde im November 1915 mit dem Eisernen Kreuz II. Kl. ausgezeichnet.



20. November 1915

Am 20. November und in den nächsten Tagen hatten wir starken Frost (18 Grad C), viele Kartoffel, die noch nicht recht eingewintert waren, erfroren.


25. November 1915

Auf den Geburtstag des Großherzogs von Hessen (25. November) wurde der Unteroffizier August Weber mit der Hess. Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.


28. November 1915

Am 28. November fand wieder eine Geldsammlung durch den Ortsdiener statt. Von diesem Ertrage sollen Weihnachtspakete ins Feld geschickt werden.