Aus der Orts- und Schulchronik von Biskirchen
Dezember 1915

Das Ergebnis der am 1. Dezember stattgefundenen Viehzwischenzählung war: 17 Pferde, 365 Rinder, 151 Schafe, 255 Schweine, 138 Ziegen.

Mitte Dezember hatten wir wieder starke Kälte mit Schneefall. Der Ulmbach war fest zugefroren.

Kriegsversicherung. Gleich zu Anfang des Krieges wurde von unserer Gemeinde-Vertretung ein sehr lobenswerter Entschluß gefaßt. Für jeden Kriegsteilnehmer wurde von der Gemeinde eine Kriegsversicherung abgeschlossen. Bis Ende 1915 sind 71 Krieger versichert, an welche die Summe von 710 M ausbezahlt wurde.

Kriegsunterstützung. An Kriegsunterstützung erhält die Frau im Winter 1915/16: 15 M und jedes Kind bis 14 Jahren 7 ½ M monatlich. Eltern, deren Söhne eingezogen sind, aber nicht aktiv dienen mußten, bekommen monatlich 6 M.

Weihnachten 1915 war die Witterung sehr milde und regnerisch, Montag, den 3. Januar hatten wir sogar ein Gewitter.