Aus der Orts- und Schulchronik von Biskirchen
Januar 1916

11. Januar 1916. Heute kam die Nachricht, daß Friedrich Bremond, Sohn von Jakob Bremond, auf dem östlichen Kriegsschauplatz an Typhus erkrankt sei.

12. Januar 1916. Heute wurden zwecks Regelung des Petroleumverbrauchs Petroleumkarten ausgegeben.

Den Heldentod fürs Vaterland erlitt am 30. Januar 1916 auf dem Felde der Ehre in treuer Pflichterfüllung der Schulamtskandidat Fritz Cornelius aus Burgsolms, Vizefeldwebel im Füsilier-Regt.Nr.80, 3. Komp., im blühenden Alter von 20 Jahren. Er hatte bei Ausbruch des Krieges am Seminar zu Wetzlar seine Abgangsprüfung gemacht, war dann freiwillig eingetreten, in Gießen ausgebildet worden und dann nach Frankreich ausgerückt. Später machte er den Feldzug in den Karpathen mit und wurde verwundet (Handschuß). Nach seiner Genesung nahm er an einem Offiziers-Aspir.-Kursus teil und kam dann wieder, nachdem er zum Vizefeldwebel befördert worden war, auf den westlichen Kriegsschauplatz. Am 30. Januar traf ihn in Ausübung seiner Pflicht bei der Revision der Posten die tödliche Kugel. Er war ein braver und hoffnungsvoller Sohn.