Aus der Orts- und Schulchronik von Biskirchen
März 1916

Am 3. März 1916 rückten Karl Schmidt, Fleischbeschauer, und Wilhelm Lichert nach Frankreich aus.
Hermann Zipp, Lehrer, erhielt in den Kämpfen bei Verdun das Eiserne Kreuz II. Kl. Die Großh. Hess. Tapferkeitsmedaille besitzt er schon.

Am 11. März 1916 wurden einberufen:
Hermann Blöcher, Eduard Zutt, Friedrich Bender, Briefträger, und Karl Sturm.

Von Anfang März an kostet das Pfund Rindfleisch 2 M.

Infolge schwerer Verwundung starb am
15. März 1916 den Heldentod fürs Vaterland der Lehrer Karl Müller, Offiziersstellvertreter im Inf.Regt.Nr.87, Inhaber des Eisernen Kreuzes. Karl Müller war Lehrer in Ulm, Gemeinderat und Schulvorstand gedachten seiner segensreichen Tätigkeit als Lehrer in einem herzlichen Nachruf.

19. März 1916. Heute kam die Nachricht, daß Karl Schmidt, Fleischbeschauer, am 15. März in Frankreich gefallen sei. Er diente im Landwehr-Inf.-Rgt.81, 2. Komp., und war erst am 3. März 1916 ins Feld gerückt. Seinen so plötzlichen und unerwarteten Tod beweinen seine Frau und 5 Kinder. Schmidt war ein braver, fleißiger Mann und von allen Einwohnern geachtet.

Bis Mittwoch, den 22. März 1916 mußten die Zeichnungen zur 4. Kriegsanleihe beendet sein. Diesmal beteiligten sich auch die Schulen mit großem Eifer an den Zeichnungen. Die hiesigen Schulkinder brachten die Summe von 1900 M in kleinen Beträgen zusammen. Zum Dank für ihre rege Mitwirkung hatten die Schulkinder des Kreises am 27. März einen schulfreien Tag.

An der im März abgehaltenen Sammlung alter Goldsachen nahmen sowohl die Schulkinder wie auch Erwachsenen regen Anteil, und so konnte ich am 1. April in Wetzlar an der Sammelstelle 37 einzelne Goldsachen abliefern, für die mir 24,16 M ausbezahlt wurden. Diesen Betrag lieferte ich den einzelnen Spendern gegen Quittung aus.

Am 31. März 1916 rückte Karl Schmidt, Sohn von Wilhelm Schmidt nach dem westlichen Kriegsschauplatz aus.