Aus der Orts- und Schulchronik von Biskirchen
April 1916

Hermann Knetsch, Sohn von Friedrich Knetsch kam am 5. April ins Feld. Er kam zu den leichten Minenwerfern.
Fritz Bremond war wegen Krankheit längere Zeit im Lazarett und kam am 7. April 1916 wieder auf den östlichen Kriegsschauplatz.
August Heller erhielt mehrere leichte Verwundungen und fand Aufnahme in einem Kriegslazarett am 13. April 1916.

Der Bundesrat beschloß, daß in der Zeit vom 1. Mai bis 30. September 1916 anstelle der mitteleuropäischen Zeit, die in Deutschland durch Reichsgesetz vom 12. März 1893 eingeführt worden ist, als gesetzliche Zeit die mittlere Sommerzeit des 30. Längengrades östlich von Greenwich gelten soll. Das bedeutet, daß die Uhren für diese Zeitspanne um eine Stunde vorzustellen sind. Demgemäß wird der 1. Mai 1916 bereits am 30. April 1916, nachmittags 11 Uhr beginnen, der 30. Sept. 1916 aber um eine Stunde verlängert werden, damit am 1. Okt. 1916 die mitteleuropäische Zeit wieder in Kraft treten kann. Man wird also ab 1. Mai, wenn man morgens um 6 Uhr aufsteht, in Wirklichkeit schon um 5 Uhr aufstehen und abends, wenn man um 11 Uhr zu Bett geht, in Wirklichkeit um 10 Uhr. Der Arbeiter, der um 6 Uhr Feierabend macht, tut dies in Wirklichkeit schon um 5 Uhr, und gewinnt dadurch eine Nachmittagsstunde, die seiner Land- und Gartenarbeit zugute kommt. Nach seiner Berechnung würden in Deutschland durch Vorrücken der Tageszeit um 1 Stunde an künstlicher Beleuchtung etwa 100 Millionen Mark gespart werden.